Ich glaube, wir haben folgendes Problem. Wir stürzen uns auf alle möglichen Untergangsszenarien. Derzeit geistern die “Himmelstrompeten” durchs Internet – eigenartige metallische Töne, dem Walgesang sogar ähnlich, die weltweit hörbar sein sollen und von denen manche behaupten, sie würden das Ende der Welt ankündigen.
Wie verrückt sind wir eigentlich? Wir ergötzen uns an nahenden Katastrophen, richten den Mitmenschen aus und schaden ihm oder ihr, wenn diese(r) mit uns nicht der gleichen Meinung ist. Mir scheint, es macht uns Freude, die Szenarien eines Armageddon herbeizubeten. Und dabei einfach nichts zu tun. Es scheint uns Freude zu bereiten, andere in die Pfanne zu hauen, Kriege zu führen, indem wir solche mit einem Kampf gegen das Böse rechtfertigen. Sorry, das ist schlichtweg krank.
Wir suchen überall nach Verschwörungen, nur um uns SELBST nicht zu bewegen. Also ehrlich gesagt – das ist jetzt meine persönliche Meinung -, eine derartige Haltung, die oft mit unglaublicher Sturheit verfolgt wird, kotzt mich an. Sorry, dass ich das jetzt so gerade heraus sage. Aber wer verzweifelt an irgendwelchen abstrusen Ideen festhält, sitzt nur im eigenen Kontrolldrama fest. Will sich gar nicht verändern, selbst Verantwortung fürs Leben übernehmen. Wen das Thema interessiert, der lese James Redfields Handbücher! Nicht die Romane!
Jetzt zu des Pudels Kern: Die Hopi sagen, pflanzt an um zu leben. [Die Hopi-Gesellschaft hat NIE Krieg geführt und bezeichnet sich als "Friedliche Leute"; das bedeutet nämlich "Hopi"]. Wir müssen beginnen, eine alles Leben achtende Existenz “anzupflanzen”. Der erste Schritt dazu: Weg von den verkrusteten eigenen Vorstellungen und raus aus den Kontrolldramen. Wir haben nicht immer Recht. Die Sicht des Weißen Mannes ist eine oftmals lebensverachtende.
Auch dieses Beschwören, ob es einen Klimawandel gibt oder nicht, wird langsam lästig. Fakt ist, das globale Klima reagiert IMMER auf die Vorgänge in ihm. Da können wir als Menschen Kopf stehen, wir werden niemals die Klimaschraube so drehen, dass sie uns in den Kram passt. Wir sind nur ein kleines Rädchen im System. Also runter vom Hochmut alles beherrschen zu wollen. Wir können in Wahrheit nichts beherrschen, wir können uns nur arrangieren und kreative Wege suchen und gehen, uns selbst darzustellen in Gemeinschaft mit allem, was ist.
Fazit: Wer einen Garten besitzt, soll Gemüse und Obst ziehen. Wer die Möglichkeit hat, Hühner zu halten und gut zu Tieren zu sein, der soll das tun. Wer die Möglichkeit besitzt, brach liegende Gärten und Obstbäume zu pflegen – so tut das doch endlich! Wer öffentlich gelesen und gehört wird, soll sich für Menschlichkeit einsetzen und das Wesentliche. Nämlich für Toleranz und Vielfalt und Freude. Wer Kindern Begeisterung vorlebt, soll dem nachkommen – das ist nämlich wahres Lernen. Wer Jugendlichen hilft, einen Sinn im Leben zu finden – nur Mut! Wer einer Gemeinde vorsteht, soll ihren Menschen dienen – nicht den Solisten, die sich an der Gemeinde bereichern möchten. Wer sich in die Gemeinschaft einbringen will, dem soll die Möglichkeit geboten werden. Wer dies bieten kann, soll sich dafür einsetzen. Wer auf andere Menschen zugehen möchte, der soll das tun. Wer Freude in seinem Leben erfahren will, der soll die Tür zu seinem Leben öffnen.
Wer seinem Herzen folgt, der geht den Hopi-Weg eines guten Lebens.
Mehr bedarf es nicht.

