Neue Arbeit in Form von Biolandbau inmitten der US-amerikanischen Metropole Detroit. Hier ein Video über das Thema Selbstversorgung mit Lebensmittel als Antwort auf hoffnunglose Arbeitslosigkeit, über das Frithjof Bergmann auf der Ars Electronica berichtet hat.
Detroit ist eine der ärmsten Städte der USA, öffentliches Land liegt brach, Häuser verfallen. Urbane Landwirtschaft ermöglicht Obst und Gemüse biologisch auf Brachflächen und Hinterhöfen anzubauen. Wer meint, uns ginge das alles hier nichts an, der irrt. Jeder zehnte österreichische Erwerbstätige ist bereits Working Poor. Gerade hier könnte eigene Landwirtschaft helfen, Versorgung mit gesundem Obst und Gemüse zu gewährleisten. Und – was in den USA passiert, kommt auch nach Europa. Beispiel Wupperthal ist pleite, die innenstädtischen Geschäftsflächen schließen, in München klagen Menschen über extrem hohe Lebenshaltungskosten (Studenten benötigen rund 830 Euro im Monat nur fürs Wohnen, Studienkosten und Lebensmittel).
Armut in Österreich betrifft vor allem Frauen und Alleinerzieherinnen oder alleinstehende Alte. Sie existiert hinter vorgehaltener Hand vor allem am Land, weil dort darf man nicht arm sein! Gerade hier nehmen Eltern Kredite für Schulveranstaltungen ihrer Kinder auf, wenn diese Ausflüge oder Klassenfahrten machen. Aus dem Grazer Raum hört man, dass für Autoservice Kleinkredite um 300,00 Euro aufgenommen werden, weil diese scheinbar geringe Menge Geld schlichtweg fehlt. Und alle haben getrimmte Gärten – voll mit Ziersträuchern und Verzicht auf Gemüse -, oder Grünflächen liegen brach. Diese Ambivalenz soll uns zeigen, dass wir von gepflegter Optik nicht leben können. Urbane Permakultur wäre eine Antwort. Mehr dazu demnächst hier auf dem Blog. Jetzt aber das Video aus der ARTE Reportage.
Das Video ist noch bis zum 18. September online und eine Reportage von ARTE. Danke Jörg, für diesen Link!
http://videos.arte.tv/de/videos/arte_reportage-3416470.html
AMW
September 28, 2010 at 8:58 vormittags
danke fürs Auftauchen hier auf PROJEKT LIFE. Konsumpf ist informativ und kritisch. Gleich hier mal den Gegenlink dazu und ich habe vor, diese Infos noch lange im Netz zu haben, zumal sie auch in Magazinen und anderen Publikationen veröffentlicht werden.